Wissen
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Allgemeine Einflüsse auf die Wundheilung
Sie sind höchst relevant und am meisten unterschätzt – Die störfaktoren der Wundbeheilung. Um ganzheitliche Wundbehandlung durchführen zu können ist es immens wichtig all diese Einflüsse zu beachten. Oftmals sind unsere Ansprüche viel zu hoch und es kommt zu großen Enttäuschungen beim Patienten und Behandler.
• Alter des Patienten
Je älter der Mensch, desto schlechter wird in der Regel der Wundheilungsverlauf sein
• Ernährungsstatus
eine Wunde lebt von dem was man ihr an Energie zuführt. Alte Menschen ernähren sich meist einseitig. Ausgewogene Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsprodukte beschleunigen den Wundheilungsvorgang mitunter dramatisch.
• Immunstatus
schlechter Immunstatus, schlechte Immunabwehr, hohe Neigung zu Wundinfektionen
• Grunderkrankungen
Niereninsuffizienz: „der Körper baut immer nur an einer Baustelle gleichzeitig! z.B.: findet defacto ab einem Kreatininwert von 2,0 keine Wundheilung mehr statt. Herzinsuffizienz: ein geschwächtes Herz mit einer vorliegenden Hypertonie macht es beinahe unmöglich das arterielle und venöse Gefäßsystem in den Beinen zu entlasten.
- Postoperative Komplikationen
- Nahtdehiszenzen gelten als häufigste Wundkomplikation. Sie chronifizieren auch rasch.
- Auswirkungen akuter Traumen/Schock
- Medikamente haben auch negative Auswirkungen auf die Wundheilung. Kreuzreaktionen können problematisch sein. Großen Einfluss haben vor allem gerinnungshemmende Medikamente und Cortisone.
- Psychosoziale Situation des Patienten hat den größten Einfluss auf den Wundheilungsverlauf. Eine Wunde ist immer Symptom einer Ursache. Psychische Verletzungen und Erkrankungen können schlussendlich auch zu einer Schwächung der Immunabwehr, einer internistischen Erkrankung samt Wundsituation führen.
Will der Betroffene überhaupt, dass seine Wunde zuheilt? Was trägt er dazu bei?
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Lokale Einflüsse auf die Wundheilung
• Zustand der Wunde
In der Regel ist die Einschätzung des Zustands der Wunde immer eine subjektive Sache. Jeder Behandler wird andere Ergebnisse dokumentieren. Wichtig ist, dass die Wunde von so wenigen Personen wie möglich begutachtet wird um die Streuung der Meinungen klein zu halten.
• Qualität des praktizierten Wundmanagements
schlechtes Wundmanagement führt zu höheren Kosten in der Wundbehandlung, aber auch zu Frustration der Betroffenen und Behandler. Gutes Wundmanagement schafft es Transparenz in die Behandlung zu bringen.
• Anwendung von Salben und Antiseptika
Die Anwendung von Salben in den Wunden gilt als obsolet und hat in Summe mehr negative als positive Einflüsse. Ähnlich verhält sich das mit der Anwendung von Antiseptika. Eine unverhältnismäßig intensive Anwendung von Antiseptika hemmt eindeutig die Wundheilung. Antiseptika sind nur für einen gewissen Zeitraum und bei Verdacht einer Infektion einzusetzen.