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20 Jahre aufopfernde Pflege: Mara Krnjic erhält Goldenen AUVA Pflegepreis Wien 2009 im Rathaus

Wien (OTS) - Mara Krnjic zählte zu den Ersten, die den AUVA
Pflegepreis erhielten. 2009 - zehn Jahre nach der ersten Ehrung -wurde ihr auf Grund des ausgezeichneten Pflegezustands ihres Gatten
Toma und der Länge der Betreuungszeit ein besonderer Preis zuerkannt: der Goldene AUVA Pflegepreis für Wien. Landtagsabgeordneter Kurt
Wagner - im Namen von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Mag. Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales - Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA Landesstelle Wien, und JohannHolper, Bundesvorsitzender Gewerkschaft Bau-Holz, bedankten sich undgratulierten am Mittwoch, dem 2. Dezember, um 11 Uhr im Steinsaal des Wiener Rathauses.

Zwanzig Jahre Pflege eines Schwerstversehrten in der höchsten Pflegestufe in den eigenen vier Wänden und die Förderung und Erziehung einer Tochter und eines Sohnes: das ist eine außergewöhnliche Leistung. Eine Leistung, die noch höher einzuschätzen ist, wenn man den Zusammenhalt in der Familie erlebt. Sohn Marcijan (24 Jahre) ist früh in die Rolle des Mannes im Hause geschlüpft. Er ist in die Pflege des Vaters genauso wie seine Schwester Martina (22 Jahre) integriert. Parallel dazu sind beide in ihrem Beruf erfolgreich. Auch die Partner der beiden unterstützen die Familie Krnjic nach besten Kräften. Im Herbst 2010 wird Marcijan heiraten. Mit seiner zukünftigen Frau sucht er eine Wohnung in nächster Nähe zu seinen Eltern, damit er seiner Mutter auch weiter helfen kann.

Mara Krnjic ist 49 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Wien-Mariahilf. Der Bauhilfsarbeiter Toma Krnjic (54 Jahre) stürzte im Jänner 1990 vom Dach eines Gebäudes durch einen Kamin rund zwölf Meter in die Tiefe. Im AUVA Unfallkrankenhaus Meidling wurden ein schweres Schädelhirntrauma, ein offener Schädelbasisbruch und Brüche im Lendenwirbelbereich festgestellt. Mai bis Dezember 1990 verbrachte Toma Krnjic im Rehabilitationszentrum Meidling der AUVA, das auf die Behandlung von Kopfverletzungen spezialisiert ist.

Um die Pflege zu Hause zu ermöglichen, gab Mara Krnjic ihre Arbeit in einem Hotel auf und die Familie übersiedelte aus einer Kleinwohnung in eine behindertengerechten Wohnung mit 95 Quadratmetern der Gemeinde Wien in der Mollardgasse. Toma Krnijc hatte viele Jahre in Österreich gearbeitet; er ist seit gut zwanzig Jahren österreichischer Staatsbürger und hat seine Familie vor ebenfalls rund zwanzig Jahren nach Österreich geholt.

Die Folgen seiner schweren Verletzungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren nicht verschlechtert. Toma Krnjic kann mit Hilfe ein paar Schritte gehen und übt dies jeden zweiten Tag am Arm seiner Frau im Stiegenhaus. Die Hoffnung der Familie, dass er wieder sprechen kann, hat sich leider nicht erfüllt. Allerdings kann er jetzt seine Stimme verwenden und den Ton modulieren. Lautes Lachen und Tränen zeigen seinen Gefühlszustand an. Zur Verständigung setzt er den Druck seiner Hände ein. Mit seiner Tochter hat er eine eigene Kommunikation entwickelt: sie blödeln gerne miteinander.

"Wir lieben unseren Vater sehr und haben viel Spaß miteinander. Wir sind ein eingespieltes Team und halten immer zusammen." erzählt Marcijan, das Sprachrohr seiner Mutter. Durch die Pflege hatte sie leider nicht genug Zeit, um gut Deutsch zu lernen.

An Mara Krnjic ist die Belastung der 20 Pflegejahre nicht spurlos vorüber gegangen. Sie hat ihren Humor und ihre Lebensfreude nicht verloren, obwohl es hin und wieder zwickt. Wichtig für ihr Wohlbefinden sind ihre Spaziergänge. Da kann sie abschalten und sich auf sich konzentrieren.

Toma Krnjic ist dank Unfallrente, Invaliditätspension und Pflegegeld der höchsten Stufe 7 finanziell abgesichert. Die AUVA hat bislang mit den notwendigen Hilfsmitteln (Rollstuhl, Badewannenlift, Pflegebett, div. Behelfe), sowie zwei Zuschüssen zum Autokauf geholfen insgesamt in der Höhe von rund 49.000 Euro geholfen.

Die AUVA Landesstelle Wien finden Sie im Internet unter www.auva.at/wien.

Fotos und

Rückfragehinweis: Gabriela Würth, GWK, Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879 E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

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