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Forschung trifft PraxisZum fünften Mal haben Pflege und Wissenschaft auf Einladung der „Grazer Gesellschaft der Pflegewissenschaft“ am 29. September in Graz zusammengefunden. Der Andrang zu dem Symposium hat es eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Das internationale Interesse am breiten Themenspektrum, in dem Forschung und Praxis einander begegnen, hat in Graz einen spannenden Knotenpunkt gefunden. Von „Alzheimer“ bis „Zyklen der Forschung und Praxis“ reichte dieses Jahr das Themenspektrum der gut eingeführten Tagungsreihe, die sich insbesondere an Pflegepersonen in der Praxis richtet und Informations- und Wissensaustausch pflegen. Grundlage dafür ist eine bewährte Kooperation der Grazer Gesellschaft der Pflegewissenschaft mit dem Institut für Pflegewissenschaft der Medizinischen Universität Graz, dem Klinikum Graz und dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverband. Zu den Teilnehmerländern zählten heuer Deutschland, Italien, Österreich und die Schweiz. Als Vorsitzende der Grazer Gesellschaft der Pflegewissenschaft hob Mag.a Christine Foussek in ihrer Eröffnungsrede die zentrale Bedeutung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis hervor. Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Gilbert Reibnegger, ein entschiedener Förderer der Pflegewissenschaft, überbrachte die Grußadresse der Medizinischen Universität Graz. Pflegedirektorin Christa Tax MSc konnte von einer bereits gelebten erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Graz und dem Institut für Pflegewissenschaft berichten. Die Präsidentin des ÖGKV, Ursula Frohner, nahm schließlich in ihrem einführenden Referat zur aktuellen berufspolitischen Lage der Pflegenden in Österreich Stellung. Dr.in Antje Tannen von der Charité-Universitätsmedizin Berlin referierte heuer den deutschen Symposiumsbeitrag: „Forschungsblog“ – so nennt sie eine neue Form des Forschungstransfers für Gesundheits- und Krankenpflegepersonen in der Praxis und berührte damit gleich ein Kernthema der Symposiumsreihe. Anschließend widmete sich Univ.-Prof.in Dr.in Julita Sansoni von der Sapienza University of Rome dem Thema Alzheimer und berichtete von Studienergebnissen und Effekten dieser Krankheit auf die Betreuungspersonen. Aktuelle Forschungsergebnisse des Grazer Instituts für Pflegewissenschaft, präsentiert von Institutsvorständin Univ.-Prof.in Dr.in Christa Lohrmann, Diplompflegepädagogin Juliane Eichhorn-Kissel und Helga Elisabeth Breimeier BSc MSc sowie von Studierenden des Masterstudiums der Gesundheits- und Pflegewissenschaft lieferten spannende Einblicke in aktuelle Fragestellungen der Pflegewissenschaft: Standards und Leitlinien, Umsetzungsmodelle und -strategien (Posterpräsentation), Angehörigenschulung (Schulungsmodell) und vieles andere mehr bewiesen auch sehr konkret, wie die Forschung bereits Veränderungen in der Praxis ausgelöst hat. Die Studierenden beeindruckten durch ein hohes Maß an Professionalität und lösten durch ihre Beiträge große Begeisterung beim Publikum aus. Dunja Nicca MNS BNS AKP ist Pflegefachfrau und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kantonsspital St. Gallen. Sie lieferte heuer den Schweizer Beitrag zum Symposium, mit welchem sie ein gleichermaßen schwieriges und hochaktuelles Thema ansprach: Therapieentscheidungen im Leben mit HIV – ein Beispiel für Forschungs-Praxis-Zyklen. Die stattgefundenen Diskussionen und zahlreiche positive Rückmeldungen zeigen, dass Praxis und Forschung eng miteinander verbunden sind. Anlass genug, auch im nächsten Jahr wieder ein solches Symposium anzubieten. Kontakt:
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