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AK gegen eigene Pflegekammer: "Das würde Beschäftigten schaden!"

Linz (OTS) - Gegen eine Unterschriftensammlung für die Gründung einer Kammer der Gesundheits- und
Krankenpflegeberufe nimmt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer Stellung: "Die Arbeiterkammer ist viel
durchsetzungsfähiger und bietet viel mehr als eine kleine Pflegekammer je könnte. Eine solche Abspaltung
würde den Interessen der Beschäftigten schaden. Deshalb sollte niemand dafür unterschreiben!"

 

Obwohl das Echo auf die Unterschriftensammlung einer
"Bürgerinitiative Pflegekammer" bescheiden ist, will die AK
rechtzeitig informieren: "Wir vertreten die Beschäftigten in den
Gesundheits- und Krankenpflegeberufen seit Jahrzehnten mit Erfolg und
zwar weit über die berufsrechtlichen Forderungen hinaus", betont der
AK-Präsident. "Ob es nun der kostenlose Rechtsschutz ist, die
dezentrale Betreuung durch Bezirksstellen oder das umfangreiche
Bildungs- und Kulturangebot - eine Pflegekammer wäre damit völlig
überfordert."

Sämtliche Umfragen der letzten Jahre zeigen, dass die
AK-Mitglieder einschließlich jener in den Gesundheits- und
Krankenpflegeberufen mit den Leistungen ihrer gesetzlichen
Interessenvertretung höchst zufrieden sind. Aber auch die
Gewerkschaften haben für die Beschäftigten in diesen Berufen - etwa
bei den Kollektivvertragsverhandlungen - viel erreicht.

Die ÖGB-Arbeitsgemeinschaft Fachgruppenvereinigung der
Gesundheits- und Sozialberufe hat sich ebenfalls klar gegen eine
Änderung der Kammerstruktur ausgesprochen und dies der
Bundesregierung mitgeteilt.

"Alle, denen die Anliegen der Menschen in den Pflegeberufen am
Herzen liegen, sollten die Arbeiterkammer und die Gewerkschaften
unterstützen", sagt Kalliauer. "Wer für eine starke
Interessenvertretung ist, lehnt eine Abspaltung ab!"

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0130 2009-12-17/11:59

171159 Dez 09

 
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