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Wachsende Aufgaben in der Pflege gemeinsam angehen

LR Schmid: Weiter soviel wie möglich ambulant, soviel wie nötig stationär

Bregenz (OTS/VLK) - Die gemeinsame Weiterentwicklung des dichten
Betreuungs- und Pflegenetzes in Vorarlberg durch Land, Gemeinden,
Vereine und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger ist auch im neuen
Jahr eine herausragende Aufgabe, sagte Landesrätin Greti Schmid
heute, Freitag, im Landhaus. Ziel bleibe es, möglichst vielen
Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern die Möglichkeit zu geben, ihren
Lebensabend zu Hause in vertrauter Umgebung zu verbringen.

   Einen neuerlichen Impuls für die Pflege daheim sieht Schmid in dem
neuen Pflegezuschuss. Diesen können Personen ab Pflegestufe 5
erhalten, die überwiegend zu Hause von Familienangehörigen oder
Nachbarn gepflegt werden und keine Unterstützung der
24-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen. Zusätzlich zum Pflegegeld
gibt es 100 Euro monatlich. Bisher wurde der neue Zuschuss in knapp
70 Fällen zugesagt, das Potenzial liege aber weit höher, so Schmid.
Sie appellierte daher an alle Bezugsberechtigten, dieses Angebot zu
nützen.

   Maßgebliche Partner des Landes bei der Umsetzung des Mottos
'soviel wie möglich ambulant, so viel wie nötig stationär' sind
Hauskrankenpflege und Mobile Hilfsdienste. Für die Hauskrankenpflege
prognostizieren aktuelle Studien ein jährliches Bedarfswachstum von
rund 3,6 Prozent. Dies ist laut Obmann Franz Fischer durchwegs zu
bewältigen, wenn weiter die erforderlichen Pflegefachkräfte zur
Verfügung stehen, der Pflegebeitrag und die Förderung durch die
öffentliche Hand konsequent weiterentwickelt werden und in jeder
Gemeinde eine Ansprechperson zur Verfügung steht.

   ARGE MOHI-Obmann Wolfgang Breuss verwies auf die
Heimhelferausbildung, die mittlerweile bestens etabliert sei. Ziel
ist es laut Breuss, das bis zum Jahr 2013 ca. 10 Prozent der
landesweit tätigen Helferinnen und Helfer diese Qualifikation
erreichen sollen.

   Zur besseren Information, Kooperation und Weiterentwicklung aller
Dienste wurde schon im Jahr 2001 die Plattform "Pflege - und
Betreuungsnetz Vorarlberg" ins Leben gerufen. Mit der operativen
Umsetzung wurde vom Land die connexia - Gesellschaft für Gesundheit
und Pflege beauftragt. Geschäftsführer Martin Hebenstreit bezeichnete
es als "eine österreichweit einmalige Situation, dass alle Anbieter
gemeinsam mit Land und Gemeindeverband an einem Tisch sitzen und das
System gemeinsam weiter entwickeln".

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/16

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OTS0168    2010-01-15/13:04

151304 Jän 10

 
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