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Wundermittel „Zeit und Ruhe“


Stationäre Langzeitbeatmung im Caritas-Seniorenwohnhaus Karl Borromäus verzeichnet große Erfolge

Seit einem Jahr gibt es im Seniorenwohnhaus Karl Borromäus der Caritas für Betreuung und Pflege in Linz eine Station für acht langzeitbeatmete PatientInnen. Betreut werden hier Menschen, die nach einem Unfall oder nach schwerer Krankheit nicht mehr eigenständig atmen können und über einen längeren Zeitraum mithilfe einer Maschine beatmet werden müssen.


„Im letzten Jahr haben wir mit der Langzeitbeatmung sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Elisabeth Rennmayr MAS, Leiterin des Seniorenwohnhauses Karl Borromäus. „Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 23 Personen auf der Station betreut, davon konnten sechs vom Beatmungsgerät entwöhnt werden. Das heißt, dass diese Personen nun wieder selbständig atmen können – eine sehr erfreuliche Bilanz“

Lange Zeit wurden ausschließlich in Krankenhäusern BeatmungspatientInnen betreut. Für viele Angehörige wurde der Besuch durch lange Anreisewege erschwert. Mittlerweile gibt es in Oberösterreich ein ambulantes Pflegeteam, das die fachliche Versorgung zu Hause ermöglicht. Außerdem eröffnete das Landespflege- und Betreuungszentrum Schloss Haus in Wartberg ob der Aist 2008 eine Station für beatmungspflichtige PatientInnen.

Seit Jänner 2009 gibt es auch in der Landeshauptstadt eine angenehme Alternative für PatientInnen, die nicht zu Hause versorgt werden können – im Caritas-Seniorenwohnhaus Karl Borromäus.  „Durch die familiäre und freundliche Atmosphäre im Wohnhaus wird den PatientInnen und auch ihren Angehörigen eine positive Umgebung geboten“, so Elisabeth Rennmayr. „Die Faktoren ‚Zeit’ und ‚Ruhe’ sind ein wahres Wundermittel. Das Pflegepersonal nimmt sich sehr viel Zeit für die PatientInnen und deren Angehörige. Anders als auf der Intensivstation im Krankenhaus ist bei uns die Wohnatmosphäre vorherrschend. Es gibt hier keine Hektik, was sich sehr positiv auf die BewohnerInnen auswirkt.“ So war es auch bei Herrn B. Nach langer Krankheit konnte er nicht mehr selbständig atmen und wurde im Krankenhaus behandelt. Nach der Stabilisierung kam er ins Seniorenwohnhaus Karl Borromäus, dort wurde er weiterhin beatmet. Innerhalb eines halben Jahres verbesserte sich sein Zustand soweit, dass die Kanüle entfernt werden konnte. Heute lebt Herr B. in einem Seniorenwohnhaus seines Heimatbezirkes Perg. Inzwischen kann er wieder selbständig essen und auch sprechen.

 „Ohne die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Elisabethinen wären solche Erfolge nicht möglich“, betont Elisabeth Rennmayr. „Oberarzt Dr. Bostl oder seine Vertretung kommen zur Visite und sind telefonisch rund um die Uhr erreichbar.“
Diese hohe Fachkompetenz und die gute Atmosphäre im Seniorenwohnhaus ermöglichen den Menschen dort mehr Lebensqualität und ein Gefühl, angenommen und verstanden zu werden.

Informationen zur Langzeitbeatmung im Seniorenwohnhaus Karl Borromäus:
Tel. 0732/771110 – 0
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Oberarzt Dr. Bostl betreut die BewohnerInnen der Station 
"Langzeitbeatmung" im Caritas-Seniorenwohnhaus Karl Borromäus.
Foto: Caritas
 
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