Wien (OTS) – Seit zwei Wochen führt das Gesundheits- und Sozialministerium als ersten Schritt zur Pflegereform eine umfassende digitale Befragung durch. Seither haben sich bereits 5.400 Personen beteiligt, den gesamten Fragebogen ausgefüllt haben bereits 1.550 Personen – 70 % Privatpersonen (davon 74 % Pflegekräfte) und 30 % Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen und Organisationen (davon wieder 44 % aus dem Bereich der stationären Pflege). 78 % der Personen sind Frauen, alle Altersgruppen zwischen 15 und 65 sind relativ gleichmäßig vertreten.

Sozialminister Rudi Anschober: „Diese Beteiligung und dieses Mitmachen sind wirklich sensationell und zeigen, wie groß der Druck und die Notwendigkeit für eine Pflegereform ist. Das enorme Interesse und die Details der Hinweise und Vorschläge zeigen aber auch, wie stark das Engagement ist und wie viele Ideen es gibt. Ab September erfolgt dann der direkte Gesprächsprozess mit hunderten Institutionen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Betroffenen in allen Regionen Österreichs. Und Mitte Oktober werden wir gemeinsam den Arbeitsprozess für den inhaltlichen Reformbereich durch die Gründung einer eigenen Taskforce starten, der bis Jahresende abgeschlossen ist. Dann sollen alle Eckpfeiler der Pflegereform stehen. 2021 erfolgt dann die Umsetzung in Form einer ‚Zielsteuerungskommission Pflege‘. Viele Politikerinnen und Politiker reden seit vielen Jahren und Jahrzehnten von der Notwendigkeit der Reform, wir machen ernst. Gemeinsam mit den Betroffenen und nicht über ihre Köpfe hinweg. Das wird eine große Reform mit den Betroffenen und den vielen Engagierten in diesem Bereich. Ich freue mich über diesen erfolgreichen Start, der der Reform viel Schwung und Kraft gibt.“

Der digitale Dialog läuft noch bis Mitte August – jeder und jede kann sich einbringen unter der Adresse: https://goeg.at/taskforce_pflege


Originalbeitrag: OTS0038, 28. Juli 2020
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Foto: BMSGPK