Der lange, lange Weg

#meinhard-schiebel bloggt

Pflegebedürftigkeit wird immer wieder mit dem Alter gleichgesetzt. Sie ist, wenn man es nüchtern betrachtet, zumeist zeitlich begrenzt. Das ist einerseits schmerzlich, weil es für die Betroffenen, aber auch für ihre Angehörigen und Zugehörigen, deutlich macht, dass Lebenszeit begrenzt ist. Der Weg kann lang sein, manchmal auch kürzer. Auf jeden Fall ist es kein leichter Weg.

Was aber, wenn ein Kind mit einer schweren Beeinträchtigung auf die Welt kommt? Der Weg, den Eltern, Geschwister, Großeltern, Freundinnen und Freunde mit dem Kind gehen, ist ein besonderer. Mit vielen guten Stunden, in denen die gemeinsame Sorge ein wichtiger Bestandteil des Lebens wird. Mit manchmal schweren Stunden. Was aber ist hier anders? Eltern, die ein Kind mit Beeinträchtigung haben, stehen sehr oft vor der ganz schwierigen Situation, nicht zu wissen, was geschehen wird, wenn sie eines Tages nicht mehr für ihr Kind, das sehr oft mittlerweile erwachsenen geworden ist, da sein werden. Wer es dann begleitet und schützt.

Solche Gespräche mit Familien zu führen, gehört zu den unbedingten Aufgaben im Gesundheits- und Sozialbereich. Es geht um mehr als nur Zuhören. Es geht um Mittragen und Unterstützen, um Nichtalleinlassen mit dieser Sorge.

Birgit Meinhard-Schiebel (Foto: Johannes Zinner)
Foto: pixabay (CC0)
Birgit Meinhard-Schiebel (Foto: Johannes Zinner)

Birgit Meinhard-Schiebel

Sozialmanagerin, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger www.ig-pflege.at

Foto: Johannes Zinner
2018-12-03T20:11:56+00:006. Dezember 2018|#meinhard-schiebel bloggt, News|