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Die Pflege ist ins Gerede gekommen. Als Thema, in dem Mangel kein Fremdwort ist. Ob die Baustellen mehr brauchen als ein Kosmetikum, ist noch nicht eindeutig geklärt. Was über die letzten Jahrzehnte als ausreichend bezeichnet wurde, in vielen Schritten als Standardleistung festgeschrieben wurde, wird im Licht des Jahres 2019 anders aussehen.

Ist das Pflegegeld, das zur Unterstützung des selbstbestimmten Lebens für Menschen mit einer Behinderung eingeführt wurde, tatsächlich die Lösung für die Unterstützung in der Langzeitpflege? Können langfristige chronische Erkrankungen mit ein und der selben Leistung „ergänzend“ abgedeckt werden? Wird das Pflegegeld wieder als Einkommen bei jenen angerechnet werden, die als pflegende Angehörige MindestsicherungsbezieherInnen sein müssen und damit deren Mindestsicherung reduziert? Können Pflegeinstitutionen mit den öffentlichen Mitteln und dem „Zubrot“ des Pflegegeldes die Leistungen erbringen, die notwendig sind? Sind pflegende Angehörige tatsächlich die kostengünstigste Variante für die Pflege und Betreuung, ohne Rücksicht darauf, ob sie selbst durch langfristige Übernahme von Pflege und Betreuung  krank, arm und alt werden? Was, wenn die Baustellen höchstens mit einer Umleitung abgesichert werden?

Das Jahr ist erst ein paar Tage alt. Das Baustellenmanagement muss rasch und effizient einsetzen, um ein stabiles Pflegekonzept aufzubauen. Jetzt.

 

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Birgit Meinhard-Schiebel (Foto: Johannes Zinner)

Birgit Meinhard-Schiebel

Sozialmanagerin, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger www.ig-pflege.at

Foto: Johannes Zinner