Am 1. Jänner 2017  tritt das Gesundheitsberuferegister-Gesetz (GBRegG) in Kraft, das die Einrichtung des Berufsregisters für die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe und die gehobenen medizinisch-technischen Dienste regelt. Die Eintragung für Berufsangehörige ist ab 2018 verpflichtend.

Das GBRegG betrifft neben Angehörigen der Pflegeberufe auch Angehörige therapeutischer und medizinisch-technischer Berufe:

Pflege

  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Pflegefachassistentin und Pflegefachassistent (PFA)
  • Pflegeassistentin und Pflegeassistent (PA)

Therapeutische, medizinisch-technische und diagnostische Berufe

  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut
  • Biomedizinische Analytikerin und Biomedizinischer Analytiker
  • Radiologietechnologin und Radiologietechnologe
  • Diätologin und Diätologe
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut
  • Logopädin und Logopäde
  • Orthoptistin und Orthoptist

Die Registrierung ist Voraussetzung für die Berufsausübung im jeweiligen Gesundheitsberuf. Alle im Gesundheitsberuferegister eingetragenen Personen erhalten einen Berufsausweis, der jeweils fünf Jahre gültig ist (beginnend mit dem Tag der Eintragung). Vor Ablauf der Gültigkeitsdauer muss die Registrierung durch die Berufsangehörigen verlängert werden. Geschieht dies nicht, so ruht die Berechtigung zur Berufsausübung.

Die Eintragung in das Register ist ab 1. Jänner 2018 verpflichtend und muss vor Beginn der Berufsausübung erfolgen. Dazu wird von den Registrierungsbehörden ein Formular zur Verfügung gestellt. Berufsangehörige, die zu diesem Zeitpunkt bereits zur Ausübung eines betroffenen Berufes berechtigt sind, haben bis Ende des Jahres 2018 Zeit, sich bei der zuständigen Behörde zu registrieren.

Für AK-Mitglieder ist die Bundesarbeitskammer (AK) als Registrierungsbehörde zuständig, während für alle anderen Berufsangehörigen (nicht AK-Mitglieder, Selbständige) die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zuständig ist. Bei freiberuflicher Tätigkeit und gleichzeitiger Tätigkeit in einem Dienstverhältnis bestimmt die überwiegende Art der Berufsausübung, welche Behörde für die Registrierung zuständig ist.

Neben allgemeinen personenbezogenen Daten (Name, Geschlecht, akademische Grade, etc.) werden im Gesundheitsberuferegister unter anderem berufsspezifische Daten zu Berufssitz/Arbeitsort, Ausbildungsabschluss, Berufs- und Ausbildungsbezeichnungen und Berufsunterbrechungen erfasst. Darüber hinaus können Fremdsprachenkenntnisse, Arbeitsschwerpunkte und Spezialisierungen eingetragen werden. Diese Daten sind auf einer Website, die für diesen Zweck eingerichtet wird, öffentlich einsehbar.

Informationsseiten des Bundesministeriums für Gesundheit

Gesetzestext

 


pflegenetz Redaktion, 9.11.2016
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (30.9.2016)
Foto: pflegenetz/Varadappa