pflegenetz.magazin03/18

Sustainable Management

Lydia Viktoria Gromer im Gespräch

Sehr geehrte Frau Gromer, wir freuen uns, dass Sie sich Zeit für das Interview nehmen. Sie waren in der Praxis tätig, haben Pflegewissenschaft studiert, sind seit 2011 Direktorin des Pflegemanagements der Barmherzigen Brüder Österreich, davor waren Sie in verschiedenen Managementbereichen wie auch als Stations- und Bereichsleitung tätig. Was hat Sie dazu veranlasst, von der Praxis in das Management zu wechseln?

Das stimmt – ich habe auf allen Ebenen in der Pflege gearbeitet und immer Möglichkeiten genutzt, Entwicklung und Veränderung zu bewirken. Tatsächlich trifft das Management sehr viele Entscheidungen und verantwortet Rahmenbedingungen. In dem Bewusstsein, dass Strukturen das Verhalten von Menschen ordnen und beeinflussen, stufe ich auch die ethische Verantwortung, die damit einhergeht, als sehr hoch ein. Auch aus diesem Grund habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, Verantwortung im Management anzunehmen. Zukunftsperspektiven für die Pflege zu eröffnen bedeutet für mich, dass mutige Entscheidungen gefragt sind, wie etwa ein mit nicht unerheblichen Ressourcen verbundener Wechsel des Pflegeklassifikationssystems. Dementsprechend muss der nutzenstiftende Wert angepasst sein, z. B. durch die Unterstützung der Entscheidungsfindung im diagnostischen Prozess, um eine individualisierte und dennoch standardisierte Erfassung des Pflegebedarfs und der pflegerischen Versorgung zu ermöglichen […] 

„Bei Hitze wird alles noch schwieriger“:

Klimawandel und Pharmakotherapie in der Langzeitpflege

VON HENNY ANNETTE GREWE, BEATE BLÄTTNER.

Bettlägerigkeit, Pflegebedürftigkeit und eingeschränkte Mobilität sind die stärksten Risikofaktoren für erhöhte Sterblichkeit während Hitzewellen. Viele Arzneimittel, die pflegebedürftige Menschen erhalten, beeinträchtigen die Hitzeanpassung und erhöhen damit das Risiko. Um Überhitzung, Hypovolämie und Elektrolytentgleisung zu vermeiden, sollten das Medikamenten- und Flüssigkeitsregime angepasst und die Körpertemperatur überwacht werden. Eine kühle Umgebung wirkt risikomindernd […]

Wie interne Kommunikation gelingt. Nachtrag zum 1. April

VON ESTHER MATOLYCZ.

Der erste Teil des vorliegenden Artikels wird das Verständnis von interner Kommunikation umreißen, wie es heute (jedenfalls dort, wo man den Schritt vom managerialen Mittelalter in die Moderne gewagt hat) in aller Regel gelebt wird. Im zweiten Teil wird gezeigt, dass das Skizzierte, so modern, wie es vielleicht erscheint, gar nicht ist. Eine relativ frühe Quelle, in der es sich findet (nämlich bereits 1944!), soll dargestellt werden. Weil der vorliegende Artikel (wie die Überschrift verspricht) auch eine Überraschung enthält, wird diese Quelle erst im zweiten Teil benannt. Interne Kommunikation meint dabei jene Verständigungsprozesse, die in Organisationen letztlich die Effizienz von Abläufen sicherstellen, also zum Erfolg beitragen sollen. Verbale Kommunikation ist dabei ebenso eingeschlossen wie nonverbale Kommunikation. Typische, operative Instrumente der internen Kommunikation sind etwa Besprechungen (Meetings) und Konferenzen, wodurch auch eine Schnittstelle zum Informationsmanagement gegeben ist. Gruppenentscheide und wie sie entstehen: ein modernes Verständnis interner Kommunikation […]

Umstellung der Ausbildungen Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz

Ein Erfahrungsbericht des BFI Salzburg

Mit der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes – BGBl. I Nr. 75/2016 – wurden unter anderem die Ausbildungen zu den Pflegeassistenzberufen neu geregelt. Die GuKG-Novelle 2016 trat am 01.08.2016 in Kraft, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeassistenzberufe – BGBl. II Nr. 301/2016 – lag am 31.10.2016 vor, jedoch noch kein Curriculum […]

…. weniger ist oft mehr:

Verschlankung der Pflegedokumentation im Bezirkskrankenhaus Schwaz (Tirol)

VON PETRA GEIGER, GABRIELE POLANZEKY, CORNELIA BÖCK.

Beinahe 20 Jahre nach Erlassung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes im Jahre 1997 ist die Umsetzung der Pflegedokumentation in der Praxis verbesserungsbedürftig. Aufgrund dessen wurde im Jahr 2015 im Bezirkskrankenhaus Schwaz ein Projekt zur Verschlankung der Pflegedokumentation gestartet. Das Hauptziel dieses Projektes ist eine rechtskonforme Verschlankung der gesamten Pflegedokumentation und eine Vereinfachung der Dokumentation für das Pflegepersonal in der Praxis in Anlehnung an die ÖBIG-Arbeitshilfe, 2017 […]

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Kurzzeitpflege in der Residenz Bad Vöslau

Die beste Adresse für Seniorinnen und Senioren

Wissenswertes

Die großzügige Anlage der Residenz Bad Vöslau liegt am wunderschönen Bad Vöslauer Kurpark, umgeben von Natur und nahegelegenen Weinbergen. Die Residenz Bad Vöslau stellt mit den Bereichen Aktives Sicheres Wohnen (ASW), Hotel, Pflege- und Kurzzeitpflege eine vielseitige Struktur dar Weiterlesen

Die Struktur der österreichischen Bundesverfassung als Begründung für die Schwierigkeiten zur Modernisierung der Finanzierung der Langzeitpflege

Ein Lagebericht (Teil 2)

VON BERNHARD RUPP.

Der Bauplan der Struktur und Finanzierung der österreichischen Langzeitpflege stammt aus dem Jahr 1920, ist aber dem Grunde nach eine Fortschreibung von Regelungen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Begriff der Langzeitpflege ist eigentlich irreführend, denn er kommt in der österreichischen Bundesverfassung gar nicht vor […]

Die Lösung des aktuellen Rätsels finden Sie hier ab 16.09.2018
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2018-06-28T14:41:29+00:0015. Juni 2018|Magazin|