Die FH Gesundheitsberufe Oberösterreich

auf Expansionskurs

VON FLORIAN WAGENHOFER.

Mit dem Wintersemester 2018/19 wurde der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege in der oberösterreichischen Ausbildungslandschaft als Bachelor-Studiengang in die FH Gesundheitsberufe Oberösterreich (OÖ) integriert. Zur Sicherstellung der oberösterreichischen Patientinnen- und Patientenversorgung wurde in einem einmaligen Regionalkonzept ein jährlicher Studiengang mit 340 Studienplätzen in fünf Studienstandorten konzipiert. Der Fokus des Studiums liegt bei einer optimalen Verknüpfung von Theorie, Praxis,
Wissenschaft und Forschung. […]

Wer pflegt Menschen mit psychischen Erkrankungen 2030?

VON MARGIT SCHRAGL, GERHARD LINDENHOFER.

Die psychiatrische Grundausbildung läuft aus. Pflege wird generalistisch und akademisch. Gleichzeitig sprechen die Zahlen von einer Zunahme der psychischen Krankheiten. „Die Anzahl der psychisch bedingten Krankenstände ist im Zeitraum 2005 bis 2014 um 84 Prozent gestiegen“ (BM für Gesundheit und Frauen, 2017, S. 52). Diese Fakten hat der letzte Jahrgang der speziellen Grundausbildung im gehobenen Dienst der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege zum Anlass genommen, um Antworten darauf zu finden, wie Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege die Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen wahrnehmen.[…]

Gar nicht nebenher:

Die Frage in der Praxisanleitung

VON ESTHER MATOLYCZ.

Praxisanleiterinnen und -anleiter erfüllen eine wesentliche, nicht hoch genug zu schätzende Aufgabe: sie stellen die praktische Ausbildung der Studentinnen und Studenten und Schülerinnen und Schüler sicher. Anders als in der Theorie Lehrende haben sie aber weder die Situation (ganze Unterrichtseinheiten im „Schonraum“ des „Trockenen“), noch die typischen Ressourcen, die dort zur Verfügung stehen, an der Hand. An dieser Stelle soll die Aufmerksamkeit daher einem didaktischen Instrument gelten, das alles das nicht zwingend braucht: der Frage. Zu Unrecht vernachlässigt, teilt sie sich als fast unsichtbares und (monetär gesehen) günstiges Lehrmittel den unsichtbaren Platz im Methodenkoffer mit Moderationskärtchen, Power-Points und DVDs. Zugleich ist sie – so meine Meinung – das vielleicht wertvollste, didaktische Element überhaupt. So, wie es im pflegerischen Praxisumfeld zum Einsatz gelangen kann, hat es keinesfalls die Funktion bloßer Wissensüberprüfung, sondern kann – im Gegenteil – der Initiation von Prozessen der Erkenntnis dienen. Kurz: die Frage hat einiges zu sagen. […]

Pflegelehre

– in der Diskussion

VON ANDREAS KLEIN.

Das Thema „Pflegelehre“ beschäftigt derzeit manche in Politik, Gesellschaft und Gesundheitswesen, um eventuelle Kompensationsmöglichkeiten für den prognostizierten Mangel bei Pflegeberufen auszuloten und zugleich deren Attraktivität zu erhöhen. Dabei wird zumeist vorausgesetzt, dass die demografische Entwicklung einen deutlich erhöhten Pflegebedarf nach sich ziehen wird, während umgekehrt Pflegeausbildungen aktuell nicht sonderlich nachgefragt sind. Damit drohe eine erhebliche Schere zwischen Angebot und Nachfrage – bis hin zur Finanzierbarkeit. Allerdings sollten derartige Voraussagen vorsichtig behandelt werden, da sie von errechneten – kontinuierlichen – Entwicklungen aufgrund des Status quo ausgehen, was jedoch noch nicht erwiesen ist. […]

Ausbildung zur Pflegeassistentin:

Ein Erfahrungsbericht

VON MARTINA BAUER.

Mein Name ist Martina Bauer. Ich werde heuer 55 Jahre alt und arbeite mit vollem Engagement und riesiger Begeisterung seit einem Jahr als Pflegeassistentin auf der Pflegestation des Klosters der Kongregation der Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu in Wien. […]

Simulation im 3. Lernbereich

– Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen

VON DORIS SCHLÖMMER, KAROLINE KRAUSLER.

Im Rahmen der Novellierung der Pflegeausbildung in Österreich wird die Umsetzung eines 3. Lernbereichs eingefordert. Damit soll die Handlungskompetenz gefördert und das Transferlernen unterstützt werden. Im Lernbereich Training und Transfer (LTT) finden unterschiedliche Lernmethoden wie das Fähigkeiten- und Fertigkeitentraining, die Erfahrungs- und Erkundungswerkstatt, das problemorientierte Lernen und das Simulationstraining Anwendung. Die Planung und Durchführung stellen dabei große strukturelle und fachliche Herausforderungen für die Einrichtungen und die handelnden Akteurinnen und Akteure dar. […]

Mangelnde Pflegepersonalausstattung verteuert das System!

VON CLAUDIA LEONI-SCHEIBER, MARIA MÜLLER STAUB.

Eine insuffiziente Pflegepersonalausstattung vertreibt nicht nur die Pflegenden aus ihrem Job (siehe pflegenetz.magazin Ausgabe 02/2019), sondern bedeutet für Patientinnen und Patienten gleichermaßen wie für Bewohnerinnen und Bewohner eine drastisch erhöhte Wahrscheinlichkeit, ein unerwünschtes Ereignis zu erleiden. Die erhöhte Inzidenz von Stürzen, Dekubitus, nosokomialen Infektionen, Medikationsfehlern und/oder
längeren Spitalsaufenthalten führt zu enormen zusätzlichen Ausgaben im Gesundheits- und Sozialwesen. […]

Kundinnen- und kundenorientierte Betreuungsmethode bei dementiell erkrankten Menschen

VON MICHAEL SCHWARZ.

Da die Demenzerkrankungen bei alten Menschen immer populärer werden und stetig im Steigen sind, wird ein hohes Maß an Kompetenz bei Behandlungs-, Pflege- und Betreuungsmethoden an die professionellen Pflegepersonen sowohl im Langzeit- und Akutbereich als auch in der mobilen Betreuung und Pflege gestellt. Um den dementiell erkrankten Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben, wäre es eine Möglichkeit, individuell angepasste Tagesstrukturen mit dem betroffenen Menschen zu erstellen. […]

Heimbeatmungspflege in Österreich

Ein Prävalenzphänomen?

VON MICHAEL TESAR.

Eine qualitativ und quantitativ ansprechende pflegerische Versorgung für invasiv beatmete Kinder/Jugendliche und Erwachsene steht in Österreich nur zu einem sehr geringen Teil zur Verfügung. Eine Unterbringung in nicht spezialisierten stationären Einrichtungen ist aus fachlicher Sicht sowie aus Gründen der Integration, der UN-Behindertenrechtskonvention, der sozialen Vereinsamung (Deprivation) und der deutlich erhöhten Gefahr an nosokomialen Infektionen nicht geeignet. Vor allem bei kognitiv klaren Betroffenen ist jede stationäre Pflegesituation ungeeignet. Aus berufspolitischer/pflegefachlicher Sicht sind Struktur- und Qualitätskriterien durch Expertinnen udn Experten in der außerklinischen Intensivpflege (wirkliche Erfahrung in der Pflege zu Hause) zu erstellen. Das „Prävalenzphänomen“ erklärt sich mit dem Konglomerat an im Artikel erwähnten Fakten. Stehen kaum oder keine professionellen Strukturen zur Verfügung, gibt es auch keine Entlassungen. Betroffene werden oft monatelang in innerklinischen Akutstrukturen (im „besten“ Fall Intensivstation) versorgt. Würde man die daraus resultierenden Kosten in die Finanzierung der häuslichen Pflege investieren, wäre das Prävalenzphänomen gelöst und vermutlich ähnlich wie in Deutschland (Ö 3,8 vs. D 6,5). […]

AUSZUG AUS LIEBESZORN

NEMETH & NEUHOFER ERMITTELN

“ Sollte Anna Nemeth je in ihrem Leben ein Buch schreiben, dann eines über Männer. Dieser Beschluss – wenn er auch nie über den Projektstatus hinausgehen würde – verdankte sich einer Flasche Aperol. Jener, die sie, gemeinsam mit ihrer Freundin Lena, getrunken hatte, nachdem die Sache mit Leo gegen die Wand gefahren war. Kapitelüberschriften gab es hinreichend, und als Anna den Herrn Major bei der Befragung erlebte, erweiterte sie diese Sammlung. Um Unsensibles Gesprächsverhalten, oder irgendetwas in dieser Art…“

GRISCHKA VOSS liest aus „Liebeszorn Nemetz & Neuhofer ermitteln“ am 24. Oktober 2019 im Theater Drachengasse.

Anmeldungen unter office@pflegenetz.at

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