pflegenetz.magazin03/10

Werdegang Freiberuflichkeit in der Pflege

Von Natalie Lottersberger

Der Weg in die Freiberuflichkeit bedeutet für viele Professionist/inn/en sich in einer völlig neuen Form der Erwerbstätigkeit wieder zu finden. Wie diese mit einer Expertise wie der Pflege zusammenpasst und welche neuen Arbeitsfelder erschlossen werden können, soll hier in diesem Bericht erläutert werden.

IzEP© – unterstützte Implementierung von Primary Nursing im stationären Bereich

Von Regina Kern

Die Implementierung eines neuen Pflegesystems wie Primary Nursing (=Primäre Pflege) stellt das gesamte Unternehmen vor eine große Herausforderung. IzEP© (=Instrument zur Erhebung von Pflegesystemen) kann bei diesem Veränderungsprozess große Unterstützung bieten. In der Praxis ist es möglich, dieses Instrument sowohl für die IST-Analyse, zur Erarbeitung der Maßnahmen für die Implementierung, als auch für die Evaluierung anzuwenden.

Vorbereitung auf ein Leben mit Morbus Crohn

Gut beraten oder allein gelassen?

Von Melanie Knett 

Durch Mangel an Erfahrung mit CED (chronisch entzündlichen Darmerkrankungen), wie Morbus Crohn, ebenso wie durch chronischen Zeitmangel, der in vielen Gesundheitseinrichtungen zu herrschen scheint, wird eine umfassende Aufklärung und Beratung über die Erkrankung oft versäumt. Es bedarf daher einer Weiterentwicklung der Begleitung und Beratung im Bezug auf das tägliche Leben durch geschulte Pflegepersonen. Denn je aktiver Patient/inn/en entlassen werden, desto weniger rasch benötigen sie wieder Hilfe.

Gesundheitliche Versorgung von gewaltbetroffenen Frauen – ein Leitfaden zur Unterstützung eines strukturellen Vorgehens im Gesundheitsbereich

Von Éva Rásky, Barbara Schleicher und Andrea Berzlanovich

Familiäre Gewalt und ihre vielfältigen Folgen stellen ein gravierendes gesundheitliches Problem für die betroffenen Frauen und für das Gesundheitswesen dar. Untersuchungen zeigen, dass durch gezielte Behandlung der Opfer die Versorgungsqualität wesentlich gesteigert werden kann. Ein möglicher Schritt zur Verbesserung ist es, einerseits die Betroffenen, andererseits aber auch die Mitarbeiter/innen und die Verantwortlichen aus dem Gesundheitswesen dafür entsprechend zu sensibilisieren und ihnen adäquate Unterstützung zu geben. Eine individuelle und zugleich einheitliche Betreuung der Gewaltopfer soll durch die Umsetzung des österreichweit gültigen Leitfadens „Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen“ erreicht werden.

Bedürfnisse älterer Menschen im Akutkrankenhaus – eine Herausforderung der Gerontologischen Pflege

Von Christoph Kapeller, David Rester, Johannes Hilbe, Gerhard Müller

Abstract

Die Altersstrukturentwicklung stellt neue Anforderungen an die Pflegepersonen im Akutkrankenhaus. So wird u.a. mit einer zunehmenden Veränderung der zwischenmenschlichen und pflegerischen Bedürfnisse älterer Menschen zu rechnen sein. Ziel dieser Literaturarbeit war es, wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Bedürfnisse alter Menschen an Pflegepersonen im Akutkrankenhaus zusammenzufassen. Die systematische Literaturrecherche erfolgte von Oktober 2009 bis Dezember 2009 in unterschiedlichen Datenbanken sowie in Bibliotheken. In allen Studien ist die Kommunikation mit dem Fokus auf Gemeinsamkeit schaffen, Miteinbezug und Wahrung der Identität eines der wesentlichen Bedürfnisse älterer Menschen. Der alte Mensch durchläuft in einem ungeplanten Krankenhausaufenthalt drei Phasen (Stabilisierung, Reparatur, Reintegration) und versucht in jeder, dass seine individuellen Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden. Des Weiteren werden Attribute wie Sauberkeit, Wahrung der Intimsphäre, ausreichend Zeit und Autonomie von Seiten der Pflegenden als Indiz für Bedürfnisbefriedigung genannt. Untersuchungen zu diesem Thema sind notwendig, um weiterhin dem Versorgungsauftrag der Pflege im Krankenhaus gerecht zu werden.

Keywords: Bedürfnisse, Gerontologische Pflege, alte Menschen, Akutkrankenhaus

Times, they have changed. Oder: das Verschwinden der Mega-Perlen

Von Esther Matolycz

Pflege ist, folgt man den Ausführungen der Erziehungswissenschaftlerin Ursula Rabe-Kleberg, nur unter Bedingungen professioneller Arbeit angemessen zu leisten. Nachdem ich kurz zeigen werde, warum dies – auch meiner Ansicht nach – der Fall und was darunter zu verstehen ist, soll die Frage nach diesbezüglichen Spannungsfeldern[1] in der Praxis Thema sein – und zwar mit Blick auf einen bestimmten Bereich: die Zusammenarbeit Pflegender mit der Berufsgruppe der Ärzt/inn/e/n.

[1] An dieser Stelle seien alle Leser/innen, gehören sie nun der medizinischen oder pflegerischen Profession an, um Verständnis für die ausgesprochene Problemzentriertheit des vorliegenden Artikels gebeten. Dargestellt werden tatsächlich nur Spannungsfelder in der Zusammenarbeit – und zwar aus Sicht der Pflegenden. Dass nichts über die vielen Mediziner/innen, die Pflegende unterstützen und respektieren, gesagt ist, bedeutet nicht, dass es sie nicht in großer Zahl gibt. Und selbstredend könnte man auch über all das schreiben, was Ärzt/inn/e/n ihr Tun schwer macht und wofür Pflegende verantwortlich zeichnen.

Entlassungsmanagement und wie kann die Themenzentrierte Interaktion dabei unterstützen?

Von Andrea Goldemund

Entlassungsmanagement ist eine sehr komplexe Aufgabe, mitunter sind viele gegenläufige Interessen unter einen Hut zu bringen. Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) berücksichtigt alle Interessen gleichermaßen und bietet ein Modell zu deren Zusammenführung. Ein Fallbeispiel soll dies verdeutlichen.

Anforderungsprofil von Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/innen – heute

Von Michaela Dorfmeister

Schüler/innen sind ein sehr wichtiger Faktor um Einfluss auf die Zukunft der Pflege zu nehmen. Dafür braucht es Menschen, die selbstbewusst auftreten um für die Patient/inn/en / Klient/inn/en einzutreten – aber auch für die Anliegen der Berufsgruppe und die über die entsprechenden kognitiven Voraussetzungen verfügen, um den komplexen Anforderungen der Ausbildung und der Berufspraxis zu entsprechen.

Therapeutic Touch (TT) und Energietraining in der Pflege: Berühren und Berührt werden

Von Rita Rose

Mit den Energiemethoden Therapeutic Touch (TT) und Energietraining steht Gesunden wie Kranken – und auch den Pflegekräften selbst – ein Weg offen zu Entspannung und mehr Vitalität und Gesundheit. Therapeutisches Berühren, Behandlung, energetische Körperübungen, Meditation und Atmungsschulung ergänzen einander zielgerichtet, der Schlüssel zum Erfolg liegt in ihrer Kombination.

2017-08-23T14:36:44+00:0030. Juni 2010|Magazin|