Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock

Interview mit Ariane Baron, Pressesprecherin

Seit 15 Jahren macht sich der Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock bereits für geflüchtete Menschen stark. Zunächst herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg! Was hat sich in dieser teils auch turbulenten Zeit getan? Was waren die wichtigsten Erfolge für Frau Ute Bock in dieser Zeit?

In den letzten 15 Jahren haben wir es geschafft, den Kreis der Menschen, denen wir mit Obdach, Beratung und Bildung zur Seite stehen, stetig zu erweitern und ein solides Netz aufzubauen, mit dem es uns gelingt, auch Flüchtlinge aufzufangen, denen man sonst nirgendwo eine Chance gibt. Ein wichtiger Schritt war für uns die Nutzungszusicherung des Hauses in der Zohmanngasse. Das ehemalige Lehrlingsheim ist mittlerweile als Ute Bock Haus bekannt und der Sitz unseres Vereins. Hier bieten wir Beratungen, verteilen Kleidung und Lebensmittel und bieten über 70 Menschen Wohnraum. Hier und in weiteren knapp 50 Wohnungen in ganz Wien verteilt, gelingt es uns, ca. 300 Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf zu geben […]

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Ute Bock ist am 19. Jänner 2018 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.
Zum Gedenken an die Flüchtlingshelferin und Menschenrechtsaktivistin gibt es
hier die pflegenetz.coverstory zum Download
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Entschleunigung und bedürfnisorientierte Kommunikation als wichtige deeskalative Aspekte

VON URSULA FIALA.

Entschleunigung und bedürfnisorientierte Kommunikation sind hilfreiche Tools, die im Umgang mit aufgebrachten und verärgerten Menschen beruhigende Wirkung zeigen können. Anhand der Arbeit im Beschwerdemanagement lässt sich diese These beleuchten und näher erläutern:

Beschwerdemanagement und Ombudsstellen sehen sich allgemein als zentrale Anlaufstellen für Anregungen, Lob und Beschwerden. Sie sollen für jeden, der ein Anliegen hat, leicht zugänglich und unkompliziert erreichbar sein. Eine kompetente, unabhängige und rasche Abwicklung wird dabei nicht nur erhofft, sondern erwartet […]

„Wer gesund lebt…“. Über eine gefährliche Rhetorik

VON ESTHER MATOLYCZ.

Die Betonung von Gesundheitsförderung und -prävention (im Gegensatz zum alleinigen Fokus auf kurativen Bemühungen) haben die Stoßrichtung der Denkart in Medizin und Pflege nachhaltig verändert. Im Gefolge unterschiedlicher Programme, die zu gesunder Lebensweise (etwa mit Blick auf Ernährung, Bewegung, dem Verzicht auf schädigende Substanzen) auffordern, soll der/die Einzelne Information und Möglichkeit haben, im Sinn des Erhalts bzw. der Wiederherstellung seiner/ihrer Gesundheit aktiv zu werden. Und während Sätze wie „wer gesund lebt, erhält seine Gesundheit“ längst zum common sense im Sinne des Alltagsdenkens geworden sind, wird genau mit dieser Rhetorik, die so richtig und so unrichtig zugleich ist, eine Hintertür geöffnet, die vielleicht besser geschlossen bleiben sollte […]

„Sich gemeinsam auf den Weg machen! Angehörige und Pflegende gestalten den Alltag für Bewohnerinnen und Bewohner“

VON SABINE KALKHOFF, CHRISTINA KUHN.

Nach einem Heimeinzug beschäftigt Angehörige zunächst die Frage, ob es die richtige Wahl war und ob es dem Familienangehörigen dort gut gehen wird. Eine von gegenseitiger Wertschätzung getragene Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und Angehörigen beruht auf Vertrauen. Wie sich dieses Vertrauen gestalten lässt, wurde im Rahmen eines Begleitungsprozesses in Form eines moderierten Kommunikationsprozesses zwischen einer Gruppe von Angehörigen und einer Gruppe von Pflegemitarbeitenden reflektiert und bearbeitet […]

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden im Krankenhaus – Klinische PflegespezialistInnen in der Wundmanagementpraxis

VON VLASTIMIL KOZON.

Der DNQP Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ befasst sich mit diesem wichtigen Thema der Pflege. Im AKH Wien – Medizinischer Universitätscampus wird seit 2009 dieser Expertenstandard systematisch implementiert. Die Kooperation aller Berufsgruppen wird gewährleistet. Die Ergebnisse der Implementierung werden mittels des Auditinstrumentes übeprüft und sind gut nachvollziehbar. Klinische PflegespezialistInnen im Wundmanagement stehen für die PatientInnen und deren Angehörige zur Verfügung […]

Projektbericht „Gemischter Beurteilungsbogen für die praktische Ausbildung von Pflegeassistentinnen und -assistenten“

VON ANGELIKA MARTIN.

In einem schulübergreifenden Projekt haben die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege der Salzburger Landeskliniken und die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der AK Salzburg gemeinsam mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Landesklinik Hallein einen gemeinsamen Beurteilungsbogen für die praktische Ausbildung in den Pflegeassistenzberufen erstellt. Ein elektronischer Beurteilungsbogen und ein Kompetenzkatalog wurden erfolgreich zur Dokumentation der Ausbildung in den Ausbildungsstätten implementiert […]

„… auf die Zehen steigen…“

3 Kurzgeschichten von Mut(losigkeit) und (In)Kompetenz(losigkeit)

VON SILVIA NEUMANN-PONESCH.

Die angeführten persönlichen Geschichten enden jeweils mit einer oder mehrerer Fragen. Welche Antwort würden Sie geben? Denken Sie dabei, was wäre wenn bzw. was wäre wenn nicht […]

Erfahrungswissen von Pflegerinnen und Pflegern als Humanressource

VON BEATE KRASSNIG UND AUGUSTE PFAFFENBICHLER.

Mit den demografischen Veränderungen, die Entwicklung der österreichischen Gesellschaft betreffend ist die Gesundheits- und Krankenpflege im Begriff, sich den neuen Gegebenheiten zu konformieren. Mit zunehmender Lebenserwartung steigt fortan der Anteil an älteren Generationen in der Berufswelt. Ältere PflegerInnen sind, unter Beachtung und Erhaltung ihres Erfahrungswissens, als wertvolle Humanressource statt als Erschwernis zu begreifen. Schließlich stellt Lernen im Alter sowie Leistungsvermögen bei älteren Angehörigen im Bereich Pflege keinen Widerspruch dar […]

Stand und Vision zu tertiären Ausbildungsmöglichkeiten für Pflegeinformatik im deutschsprachigen Raum

VON ROBERT MISCHAK, WERNER HACKL.

Die Alterung der Bevölkerung und der damit einhergehende Kostendruck erfordern eine ständige Prozessverbesserung in der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten, welche mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützbar scheint. In den Ausbildungsinhalten der Pflegeberufe sollte Pflegeinformatik entsprechend verankert werden und zur Spezialisierung ein entsprechendes Angebot auf Masterniveau geschaffen werden. Im internationalen Vergleich ist Pflegeinformatik im deutschsprachigen Raum noch unterrepräsentiert […]

Die Lösung des Rätsels war: Primärversorgung
Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich.
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