“Ich muss zu Dr. Viola”: Gewaltambulanz Innsbruck stößt an personelle Grenzen

Die Gewaltambulanz an der Klinik Innsbruck verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei den betreuten Patient*innen. Seit ihrer Gründung 2024 wurden rund 800 Personen betreut, allein 2026 bereits 200 – laut ORF Tirol ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während die personellen Ressourcen unverändert geblieben. [1]

Das Kompetenzzentrum begleitet Menschen, die von unterschiedlichen Formen von Gewalt betroffen sind, und organisiert eine niederschwellige Betreuung und Behandlung. Das Angebot umfasst unter anderem gerichtsverwertbare Dokumentation und Spurensicherung, psychologische Krisenbegleitung sowie sozialarbeiterische Beratung. Mit dem Codewort „Dr. Viola“ können Betroffene zudem diskret auf erfahrene Gewalt aufmerksam machen. [2] Bei rund 30 Prozent der Patient*innen wird Gewalt erst im Zuge einer medizinischen Behandlung als Nebenbefund erkannt. [1]

Rund drei Viertel der Betroffenen sind Frauen. Die Verantwortlichen fordern zusätzliche personelle Ressourcen, um die Betreuung und Versorgungsqualität langfristig sicherzustellen. [1]

 

 

Quellen: 

[1] ORF Tirol, 19.08.2026 https://tirol.orf.at/stories/3367649/

[2] Kompetenzzentrum Gewaltschutz der Tirol Kliniken https://gewaltschutz.tirol-kliniken.at/page.cfm?vpath=gewaltschutz

 

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