1) Was sehen Sie als größten Wurf innerhalb der Reform?

  • Klarheit in den Kompetenzen
  • Längst ausständige Akademisierung für den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege
  • In der Ausbildung der Generalistin liegt hohes Potential; z. B. die Pflegepersonen haben dadurch ein erweitertes Berufs- und Betätigungsfeld
  • Chance, da es eine gute Basis für die handelnden Berufsgruppen im Hinblick auf Interdisziplinarität gewährleistet

 

2) Welche Herausforderungen ergeben sich für die Praxis?

  • Die neuen bzw. erweiterten Kompetenzbereiche, je nach Berufsbild, in die Praxis zu bringen (Schulungen, Skill und Grade Mix)
  • Den Pflegepersonen im Unternehmen Sicherheit geben und in der Kompetenzerweiterung gut zu unterstützen und zu begleiten
  • Die Implementierung neuer Gesundheitsberufe je nach Versorgungsauftrag und Setting der medizinischen und pflegerischen Betreuung

 

3) Was sollte demnächst reformiert werden?

  • SAB-Verpflichtung innerhalb von fünf Jahre, denn diese schränkt die Personalbesetzung in hohem Maße ein; z. B. Pflegepersonen, welche aus persönlichen Gründen die SAB nicht zeitgerecht absolvieren können, müssen in ein anderes Arbeitsfeld wechseln, obwohl diese eine hohe Kompetenzen in der Praxis aufweisen. Hinzu zu einer Regelung welche eine bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit für Pflegepersonen innerhalb von 5 Jahren vorsieht, nach den Grundlagen des ÖSG.
In der Ausbildung der Generalistin liegt hohes Potential; z. B. die Pflegepersonen haben dadurch ein erweitertes Berufs- und Betätigungsfeld
PhDr. Michaela Gansch, MSc, Pflegedirektorin des Universitätsklinikum St. Pölten - Lilienfeld