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Chronische Krankheitsverläufe und würdekonstituierende Pflegeinteraktionen

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Chronische Erkrankungen sind von großer Bedeutung für das Sozial- und Gesundheitssystem, da sie hohe direkte und in-direkte Kosten verursachen. Darüber hinaus stellen sie für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine extreme Belastung dar, die vielfältige Auswirkungen auf ihr Leben hat. Im Allgemeinen kann man verschiedene Phasen chronischer Erkrankungen beschreiben. Obwohl diese Trajekte unter-schiedlich sind, haben die Betroffenen gemeinsam, dass sie (1) zunehmend Unterstützung benötigen und (2) oft einen Verlust an persönlicher Würde erleben.

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Beschreibung

Chronische Erkrankungen sind von großer Bedeutung für das Sozial- und Gesundheitssystem, da sie hohe direkte und in-direkte Kosten verursachen. Darüber hinaus stellen sie für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine extreme Belastung dar, die vielfältige Auswirkungen auf ihr Leben hat. Im Allgemeinen kann man verschiedene Phasen chronischer Erkrankungen beschreiben. Obwohl diese Trajekte unter-schiedlich sind, haben die Betroffenen gemeinsam, dass sie (1) zunehmend Unterstützung benötigen und (2) oft einen Verlust an persönlicher Würde erleben.

Würde wird als Wert zur Begründung ethischer Standards herangezogen und findet sich zum Beispiel in der Erklärung der Menschenrechte. Obwohl es keine einheitliche Definition von Würde gibt, wurde sie immer mit Autonomie und Selbstbestimmung assoziiert, wobei erst in der Neuzeit der Blick auf das Individuum und sein Verhältnis zu den herrschenden Lebensbedingungen fällt. Kant spricht vom Menschen als einem zur Sittlichkeit fähigen Wesen, d.h. als einer Person mit bestimmten Eigenschaften, wie z.B. der Vernunft. Personen haben daher einen Eigenwert und verdienen Respekt. Problematisch wird dieses Rechtfertigungskriterium des Respekts vor einer Person, wenn Menschen aufgrund ihrer Krankheit verletzlich und nicht mehr autonom sind.

In den letzten zwanzig Jahren haben sich Gesundheitsforscher auf die Perspektive konzentriert, dass die Autonomie und damit die Würde während des gesamten Krankheitsverlaufs eingeschränkt werden kann. Diese Einschränkung der Würde ist dramatisch, da ein Zusammenhang zwischen der Würde als wichtigem Bedürfnis, Kriterium der Lebensqualität und Konzept der Persönlichkeit, zu den Selbstmanagementfähigkeiten sowie der Motivation, Bewältigung und Verbesserung der Patientenoutcomes besteht. Die Förderung der Würde und Erhaltung der Autonomie eines Patienten sind daher ein zentraler Aspekt bei der Unterstützung und Betreuung von Patienten mit chronischen Krankheiten und einem langen Krankheitsverlauf.

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