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Das Modell „Integrierte Palliativbetreuung in Tirol“ aus Sicht der pflegenden Angehörigen

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Bislang gibt es noch kaum systematisch erhobenes Wissen darüber, wie gut IPB die Bedürfnisse der Betroffenen ab-deckt. In einer Studie sollte aufgezeigt werden, wie pflegen-de Angehörige retrospektiv die Betreuung im Rahmen von IPB erlebten und ob die Betreuung in ihrer jetzigen Form aus ihrer Sicht die Bedürfnisse der betreuten Menschen und ihrer Angehörigen abdeckt.

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Beschreibung

Fragt man Menschen, an welchem Ort sie einmal sterben möchten, so antworten in etwa
80 % der Befragten, dass sie zu Hause sterben möchten. Das Modell der Integrierten Palliativbetreuung Tirol (IPB) hat zum Ziel, das Daheimsein bis zuletzt zu ermöglichen, ohne dass den Betroffenen dadurch Mehrkosten oder zusätzliche Be-lastungen entstehen.
Bislang gibt es noch kaum systematisch erhobenes Wissen darüber, wie gut IPB die Bedürfnisse der Betroffenen ab-deckt. In einer Studie sollte aufgezeigt werden, wie pflegen-de Angehörige retrospektiv die Betreuung im Rahmen von IPB erlebten und ob die Betreuung in ihrer jetzigen Form aus ihrer Sicht die Bedürfnisse der betreuten Menschen und ihrer Angehörigen abdeckt.
Mittels problemzentrierter Interviews wurden 14 ehemals pflegende Angehörige jeweils befragt. Als Einstieg wurden die InterviewpartnerInnen mit Hilfe einer erzählgenerieren-den Frage (Flick 2017) gebeten, von der Betreuungssituation zu erzählen. Teilstandardisierung zur Vergleichbarkeit wurde mittels Interviewleitfaden erreicht. Die transkribierten Inter-views wurden einer qualitativen Inhaltsanalyse nach May-ring (2016) unterzogen.
Die erhaltene professionelle Unterstützung vermittelte ein Gefühl der Sicherheit und des Nicht-alleine-Seins. Die Be-treuung wurde überwiegend als ausreichend empfunden. Häufig genannte Situationen der Überforderung konnten in den meisten Fällen mit professioneller Hilfe bewältigt wer-den.

Wissensvermittlung von professionellen HelferInnen an pfle-gende Angehörige stellte ein zentrales Element dar und half ihnen, schwierige Situationen zu verstehen und besser zu ertragen.
Professionelle Unterstützung hatte vor allem rund um den Tod große Bedeutung: Vorbereitung auf und Beistand beim Versterben des betreuten Menschen wurden als hilfreich und wichtig beschrieben. Pflegende Angehörige schilderten schwierige Seiten der Betreuung ebenso wie Gefühle der Dankbarkeit und des Versöhnt-Seins, sowie persönliche Ent-wicklung durch die häusliche Betreuung.
Optimierungspotenzial der IPB konnte identifiziert werden.

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