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Wer denkt, der Brexit sei allein ein Problem der Briten, täuscht sich. Wie immer auch der Brexit letztendlich ausgeht, mit einem „hard brexit“, einer weiteren Verhandlungsrunde, einem Verbleib in der EU oder einer Kompromisslösung, er geht an niemandem vorbei – nicht nur in UK.

Seit Jahren bereits sind die EUROCARERS eine starke Vertretung pflegender Angehöriger in Europa. Carers Parliaments in UK und Irland, die Entwicklung von Rechen für pflegende Angehörige in UK, sind Zeichen, dass sie eine starke politische Kraft sind. Das National Health Services (NHS) ist bekannt, ein breites Netz, das die Themen Pflege und Gesundheit im Progamm hat. So sehr die Standards auch im Vergleich zu den nordischen Ländern abweichen, zu pflegenden Angehörigen und Pflegeberufen, zu Carers, haben sie Standards entwickelt, die gerade unter dem Zeichen des Brexits in Gefahr geraten. Weil UK bei einem Austritt aus der Europäischen Union im großen europäischen Konzert kein klingendes Instrument mehr ist. Weil die Organisation EUROCARERS und seiner Mitglieder damit rechnen müssen, unter Einschränkungen zu leiden. Weil pflegende Angehörige und Sorgeberufe noch mehr unter wirtschaftlichen Druck geraten als bisher.

Der Brexit erschüttert Europa und wird im National Health Service seine Spuren hinterlassen, die bis tief nach Europa hineinreichen. EUROCARERS wird sich der Herausforderung stellen, um den Sorgenden in UK und allen europäischen Ländern, die die Auswirkungen zu spüren bekommen, beizustehen.

 

 

 

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Birgit Meinhard-Schiebel (Foto: Johannes Zinner)

Birgit Meinhard-Schiebel

Sozialmanagerin, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger www.ig-pflege.at

Foto: Johannes Zinner