Der lange Atem...

Pflegende Angehörige dazu zu befragen, würde vermutlich diese Annahme unterstützen. Mit einem Unterschied, der gravierend ist. Sie bleiben und blieben in ihrer informellen Pflegetätigkeit allein in der Pandemie. Tag für Tag. Ohne Teamgespräche zur Entlastung, ohne Dienstplan, obwohl dieser auch bei Pflegekräfen oft genug mehr als unsicher ist und und und. Nur ihr langer Atem hält sie aufrecht, ohne das Gefühl, abends die Türe hinter sich schließen zu dürfen und zumindest in eine andere, private Welt zu gehen. So weit so schlecht. Was bleibt: der lange Atem muß reichen. Und ein gehöriges Maß an Selbstmanagement, um sich Unterstützungsangebote zu organisieren wie zB Pflegekarenz, Ersatzpflege, Angehörigengespräch, Hospizpflege, Palliativpflege, Community Nurse, kostenlose Pensions- und Krankenversicherung. Dazu braucht es ein funktionierendes Entlassungsmanagement, Zeit, Wissen, einen Internetzugang und vieles mehr. Und: einen langen Atem.

Der lange Atem…

Birgit Meinhard-Schiebel

Sozialmanagerin, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger www.ig-pflege.at

Foto: Katrin Schützenauer

Teilen Sie diesen Beitrag

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on pinterest
Pinterest

Weitere Artikel

Baumeistergasse 32/5/1
1160 Wien, Österreich

E: office(at)pflegenetz.at
M: +43 699 104 613 14
T: +43 (0)1 897 21 10

pflegenetz.­newsletter

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie
1x monatlich über Aktuelles, Neues und Wissenswertes aus dem Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.