DIGITALE DOKUMENTATION IN DER ANÄSTHESIE- UND INTENSIVMEDIZIN von Viktoria Redl

Digitale Dokumentation in der Anästhesie- und Intensivmedizin

Vor allem in hochtechnisierten und anspruchsvollen Versorgungseinheiten wie Intensivstationen, ist eine elektronische Dokumentation eine enorme Unterstützung für das gesamte Betreuungsteam und die PatientInnensicherheit. Hierfür wird das sogenannte „PDMS“ (PatientInnendatenmanagementsystem) in den Einrichtungen implementiert.

Ziel des PDMS

Das PDMS ist ein IT-System, welches spezifisch für Intensivstationen, Anästhesie und OP entwickelt wurde. Ziel eines solchen Systems ist, die intensivmedizinische PatientInnendokumentation so vollständig wie möglich digital abzubilden. Wichtig ist, dass so viele Daten wie nur möglich automatisiert übernommen werden.

“Critical Care Solutions”

Die Care Solutions bietet ebenfalls ein Modul für die digitale Dokumentation in der Anästhesie- und Intensivmedizin an: Critical Care Solutions. Die Entwicklung von „CCaSol“ begann 2008. Das Modul wurde erstmals 2010 integriert und ist bisher in 10 Einrichtungen im Einsatz.

Unser Modul CCaSol ist ein integriertes und frei skalierbares Programm. Es findet seine Anwendung für die Dokumentation der ärztlichen Behandlung und pflegerischen Betreuung auf der Intensivstation. Ebenso wird es in der Präanästhesieambulanz, im OP und in der Postnarkose sowie auf interventionellen Arbeitsplätzen wie beispielsweise Endoskopie angewendet.
Von Beginn an sind Ärzte aus diesen Fachbereichen in der Entwicklung sowie Weiterentwicklung und Optimierung des Moduls miteinbezogen. So kann das Produkt optimal auf die Bedürfnisse der AnwenderInnen wie auch auf die komplexen Prozesse der herausfordernden Fachbereiche angepasst werden.

Vom “Row-Manager” bis zur konfigurierbaren “Geräteschnittstelle”

In CCaSol werden medizinische und pflegerische Daten gruppiert angezeigt. Dies erfolgt über den sogenannten „Row-Manager“. Über diese Funktion werden beliebige Daten auf einer skalierbaren Zeitachse in Zeilen dargestellt. Die Daten werden hauptsächlich über Schnittstellen von Monitoring-Einheiten und patientInnennahen Geräten automatisiert im System erfasst und für das Krankenhauspersonal angezeigt. Natürlich sind auch manuelle Datenerhebungen möglich. Über weitere Schnittstellen, wie beispielsweise einem Laborsystem, ist es möglich, die Daten aus den Laborbefunden automatisiert und übersichtlich darzustellen.
CCaSol zeichnet sich auch durch die Lösung der Geräteschnittstelle aus. Mit dieser Funktion können verschiedenste Schnittstellen auf einfachem Wege implementiert werden. Die effiziente und nutzerfreundliche Geräteanbindung umfasst neben Daten aus Laborsystemen auch das direkte Anschließen von sogenannten Stand-alone-Geräten, wie beispielsweise Hämofiltrationsmaschinen, Perfusortürme und Beatmungsmaschinen.
Für die präanästhesiologische Untersuchung kann in einer übersichtlichen Dokumentation der PatientInnenzustand erfasst werden. Ebenso wird die Risikoabschätzung mit gängigen Scores unterstützt. Wenn nötig, können auch an dieser Stelle per Schnittstellen externe Programme eingebunden werden, wie beispielsweise „PROP“ (präoperative Befundung bei elektiver Operation; ein Service der österreichischen Sozialversicherung).

Selbstverständlich kommuniziert CCaSol auch mit den anderen Modulen der Care Solutions. So ist es möglich, die komplexen Funktionen unseres Medikationsmoduls auch in CCaSol zu nutzen sowie eine stations- und fachabteilungsübergreifende Dokumentation zu gewährleisten. So ist eine einheitliche Darstellung aller patientInnenrelevanten Informationen für alle Betreuenden sichergestellt.

Screenshot CCaSol

Screenshot CCaSol Integration im KAS

“CCaSol-Dashboard”

In unseren Häusern werden zur Unterstützung unterschiedliche Übersichtsblätter (Dashboards) zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, die Arbeit am zu Pflegenden mit übersichtlichen Dashboards zu erleichtern. Es ist möglich, die wichtigsten PatientInneninformationen auf einem Übersichtsblatt zur Verfügung zu stellen.

Screenshot CCaSol Dashboard

Genaueres über das Dashboard-Thema berichten wir in einem weiteren Artikel.

Gebt uns gerne Rückmeldungen zu diesem Thema.
Wurde in eurer Einrichtung bereits eine digitale Dokumentation für diese Fachbereiche integriert?
Könnt ihr euch an gewisse Hürden bei der Umstellung von Papier- auf Digitaldokumentation erinnern?
Welche Funktionen würden euch in der dzt. digitalen Dokumentation fehlen, um eure Prozesse und Arbeitsabläufe in eurem Fachbereich besser zu unterstützen?

DIGITALE DOKUMENTATION IN DER ANÄSTHESIE- UND INTENSIVMEDIZIN von Viktoria Redl

Viktoria Redl

Viktoria Redl ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson, Pflegeinformatikerin und Produktverantwortliche für ein Pflegedokumentationssystem.

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